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Arne Sanders
2004
Zusammenarbeit mit dem Berliner Komponisten
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one pattern exchanged ist
ein fortlaufender, künstlerischer
Dialog zwischen Sabine und Arne Sanders,
der durch einen gemeinsamen Stipendien-Aufenthalt im Künstlerhaus
Lukas in Ahrenshoop initiert
wurde. Grundlage ist die Struktur des Mäanders , die sowohl visuell
und als auch musikalisch bearbeitet
wird. Arne Sanders wird zur Eröffnung am 4.Mai 2004 seine Kompositionen
uraufführen.
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Die Werke Sabine Laidigs haben etwas eminent Musikalisches. Nicht
nur die
rhythmische "Taktung" oder die Ähnlichkeit mancher "Motive" mit
musikalischen
Zeichen sprechen dafür, sondern vor allem auch die Arbeitsweise
der Künstlerin.
Sie erinnert stark an Kompositionstechniken wie die der mittelalterlichen
Isorhythmie oder des Serialismus des 20. Jahrhunderts.
Der Versuch, diese Arbeitsweise auch tatsächlich auf Musik
zu übertragen,
ist geradezu eine logische Konsequenz. Er bringt allerdings ein
schwerwiegendes Problem mit sich: Es gibt in der Musik keine Entsprechung zur Form
des Mäanders. Jenes Ornament, das Sabine Laidig in der Kunstgeschichte vorfindet
und als Ausgangspunkt für ihre "Untersuchungen" verwendet,
musste deshalb erst von mir in eine musikalische Form übersetzt werden. Das Ergebnis ist
ein "Mäander-Akkord".
Ein mit Hilfe von Binnenspiegelungen und Querverbindungen streng
symmetrisch gebautes, komplexes Gebilde. Von einem Zentralton (d') ausgehend,
ist es in vier miteinander verklammerte Einzelakkorde zerlegbar und überspannt
die gesamte Tastatur. Als Abstraktum trägt dieser Akkord die gesamte
Komposition. Man kann ihn sich als unendlich klingenden, aber niemals in seiner
Gesamtheit hörbaren Klang vorstellen. An der wahrnehmbaren
Oberfläche sind nur einzelne "Klangsegmente" hörbar, deren genaue Zusammensetzung und
zeitliche Abfolge auf ähnlichen Dekonstruktionsprozessen basiert, die Sabine
Laidig in ihren Arbeiten anwendet.
Als Eingangsstück allerdings werde ich ein älteres kurzes
Klavierstück spielen, das lange bevor ich Sabine Laidig kennenlernte, in seiner formalen
Gestaltung an jene Werkgruppe erinnert, in der die Künstlerin das Mäander-Motiv
in regelmäßige Teilstücke zerlegt und von Teilstück zu Teilstück
verschiebt, ohne den Gesamtzusammenhang anzutasten.
Arne Sanders
Berlin 25.3.2004
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