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Lichtwand
2001
Entwurf "Frauenklinik"
Tübingen
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Der preisgekrönte Entwurf sieht eine ca.
10 x 3 m große
Wandarbeit aus 288 einzelnen Leuchtelementen vor. Über die Wand
laufen drei Mäanderbänder in den drei Primärfarben.
Per Computer
sind drei unterschiedliche Ablaufgeschwindigkeiten in einem binären
Code vorprogrammiert. Rot und Blau fließen auf zwei separaten
Wegen von links nach rechts.
Der gelbe Mäander läuft ihnen
entgegen. Es entsteht ein permanent fließendes Bewegungsmotiv.
Die Idee von Kunst als Ornament tritt als momenthaftes Bildprogramm
auf, als abstrakter Film über die Eigendynamik alltäglicher
Begegnungen. Menschen unterwegs, wie sie aufeinander zusteuern, nebeneinanderher
spazieren, aneinander vorbeigehen, voneinander weglaufen ohne sich
zu begegnen. Der animierte Mäander gestattet eine Reflexion
des eigenen Tuns, die konsumierbar ist.
Der Akt des Schauens als
Ziel. Zeit, die vergeht und Gegenwart als permanenter Anfang. Lichtspuren,
im Loop zusammengeschlossen, umschlingen und umtanzen sich und suggerieren
eine unendliche Anzahl von Bildern. Im nächsten Moment verschiebt
sich der Inhalt zur bloßen Bewegung als Selbstzweck.
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Dieser Entwurf entstand in Zusammenarbeit mit Wilfried Kurz Design, www.kurzdesign.de
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